Die Städte der Schweiz bleiben zentrale Motoren für Wirtschaft und Gesellschaft. Fast vier Millionen Menschen arbeiten in urbanen Räumen und prägen damit massgeblich die Wertschöpfung des Landes, wie aus der aktuellen Publikation hervorgeht. „Menschen in der Schweiz leben und arbeiten urban“, so die Mitteilung . Der diesjährige Bericht des Bundesamts für Statistik und des Schweizerischen Städteverbands legt einen besonderen Fokus auf die Arbeitswelt in den Städten und zeigt zugleich die Vielfalt urbaner Lebensrealitäten.
Die Daten verdeutlichen, dass die Städte nicht nur Arbeitsorte, sondern auch Lebensräume mit wachsender Dynamik sind. So liegt die Erwerbsquote in den Städten bei knapp 80 Prozent, während pro Einwohnerin und Einwohner durchschnittlich 0,84 Beschäftigte gezählt werden, gemäss Mitteilung . Gleichzeitig dominieren Dienstleistungen den Arbeitsmarkt: Der Grossteil der Beschäftigten ist im tertiären Sektor tätig, insbesondere in Bereichen wie Gesundheit, Sozialwesen oder Beratung.
Auch die Mobilität prägt den Alltag: Durchschnittlich beträgt der Arbeitsweg über 31 Minuten und rund 13 Kilometer, so die Mitteilung . Die Städte fungieren damit als Knotenpunkte eines ausgeprägten Pendlerverkehrs. Zugleich zeigen die Zahlen strukturelle Herausforderungen auf: Seit 2021 verlassen mehr Menschen den Arbeitsmarkt, als neu eintreten – ein Hinweis auf den demografischen Wandel, der langfristig zu einem Arbeitskräftemangel führen könnte.
Neben der Arbeitswelt beleuchtet die Statistik auch das Wohnen in den Städten. Die durchschnittliche Wohnfläche liegt bei rund 43 Quadratmetern pro Person und damit deutlich unter dem Wert ausserhalb der Städte, wie es in der Mitteilung heisst . Gleichzeitig bleibt der Wohnraum knapp: Sinkende Leerstandsquoten und steigende Mieten verschärfen den Druck auf viele Haushalte.
Die urbane Schweiz zeigt sich dabei als vielfältig und differenziert. Von grossen Zentren über Agglomerationen bis hin zu kleineren Städten unterscheiden sich die Lebensbedingungen deutlich. So weisen touristische Städte besonders hohe Logiernächtezahlen pro Kopf auf, während politische Strukturen und soziale Kennzahlen je nach Stadtgrösse variieren.
Insgesamt umfasst die Publikation Daten zu 180 Städten und bietet damit einen umfassenden Überblick über zentrale Lebensbereiche wie Bevölkerung, Bildung, Mobilität oder soziale Sicherheit. Sie wird ergänzt durch ein Dashboard und ein Datenportal, das vertiefte Analysen ermöglicht, so die Mitteilung .
Die Ergebnisse machen deutlich: Städte bleiben zentrale Lebens- und Arbeitsräume der Schweiz. Gleichzeitig stehen sie vor der Aufgabe, den Wandel aktiv zu gestalten – zwischen wirtschaftlicher Dynamik, sozialer Integration und nachhaltiger Entwicklung.
