An ihrer Herbstsynode in Liestal hat die Reformierte Kirche Baselland ein deutliches Bekenntnis zur kirchlichen Jugendarbeit und zum schulischen Religionsunterricht abgelegt. Wie die Mitteilung festhält, stellten die Synodalen die Weichen für eine langfristige Weiterentwicklung der Fachstelle Jugendarbeit (FaJu) und sprachen sich zugleich für eine befristete Projektstelle in der Religionspädagogik aus.
Im Zentrum der Beratungen stand das von Kirchenrätin Katharina Gisin vorgestellte «Konzept 2030» der kantonalkirchlichen Jugendarbeit. Dieses definiert vier strategische Säulen – Formatvielfalt, Anbindung, Jugendbewegung und Umsetzungskraft – und setzt auf eine enge Kooperation mit den Kirchgemeinden. Die Jugendarbeit soll sich gemäss Mitteilung stärker vernetzen, flexibler auf Bedürfnisse reagieren und Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren gezielt in ihrer Lebenswelt ansprechen. Ein Höhepunkt der kommenden Jahre wird das Jugendfestival REFINE 2027 sein, das in Arlesheim mit mehreren reformierten Landeskirchen gemeinsam durchgeführt werden soll.
Gisin betonte an der Synode, es sei «ein gegenseitiges Geben und Nehmen zwischen den Kirchgemeinden und der FaJu» und fügte an: «Jetzt wollen wir die Jugendarbeit im Kanton auf ein nächstes Level bringen.» Die zahlreichen zustimmenden Voten im Kirchenparlament liessen laut Mitteilung bereits vor der Beschlussfassung erkennen, dass eine breite Unterstützung für die Neuausrichtung vorhanden sei.
Neben der Jugendarbeit rückte auch der Religionsunterricht in den Fokus. Die Synode stimmte einer befristeten Projektstelle in der Religionspädagogik zu, die Kirchgemeinden bei kurzfristigen Ausfällen von Religionslehrpersonen entlasten und gleichzeitig die Fachstelle Religionspädagogik stärken soll. Damit verbunden ist laut Mitteilung ein klares Zeichen für den Fortbestand und die Weiterentwicklung des konfessionellen Religionsunterrichts im Kanton. Gisin erklärte, «der politische Wille der Landeskirchen im Baselbiet ist da, dass wir den schulischen Religionsunterricht mit allen in unserer Macht stehenden Kräften weiterführen». Als Beispiel nannte sie ein neues Unterrichtsmodell, das derzeit in der Kirchgemeinde Liestal-Seltisberg getestet wird.
Auch das Kollektenprogramm 2026 wurde mit grossem Mehr angenommen. Es soll gesamtschweizerische Werke und Institutionen unterstützen und zugleich den administrativen Aufwand reduzieren. Die Synode würdigte nach Angaben der Mitteilung insbesondere die Berücksichtigung langjähriger Partnerorganisationen und die Einbindung freiwilliger Kollekten in den Kirchgemeinden.
