BFH lädt soziale Organisationen zum neuen Führungskräfte-Monitoring ein

29. Aug. 2025

Die Berner Fachhochschule plant ein mehrjähriges Monitoring zu Führungskräften im Sozialbereich – mit Benchmarks, Austausch und Beratung für Organisationen in der Deutschschweiz.

Die Berner Fachhochschule will die Lage von Führungspersonen in sozialen Organisationen systematisch in den Blick nehmen. In einem Blogbeitrag kündigen Luise Menzi und Myriam Franiek vom Institut Organisation und Sozialmanagement ein mehrjähriges «Führungskräftemonitoring» an, das zunächst in der Deutschschweiz startet und perspektivisch auf die gesamte Schweiz ausgeweitet werden soll, so die Mitteilung. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass bislang «kaum etwas» über die Situation von Führungskräften bekannt sei und vielen Trägern die Datengrundlage für eine vorausschauende Personalentwicklung fehle.

Das neue Monitoring soll diese Lücke schliessen. Für teilnehmende Organisationen im Sozialbereich sind wiederkehrende Erhebungen vorgesehen, die sowohl eine Situationsaufnahme als auch Verlaufsanalysen erlauben. Neben organisationsinternen Auswertungen sind Vergleiche mit anderen sozialen Einrichtungen geplant, um Entwicklungen einzuordnen und voneinander zu lernen.

Inhaltlich deckt der Fragenkatalog statistische Angaben, Führungsverständnis, Arbeitszufriedenheit, den Umgang mit Veränderungen und Belastungen sowie die Arbeitsprozesse der Organisation ab. Zusätzlich ist ein wechselnder Themenblock vorgesehen, der aktuelle Entwicklungen – beispielhaft werden Digitalisierung und Agilität genannt – aufgreift. Technisch soll das Monitoring über eine benutzerfreundliche Online-Plattform mit individuellem Login laufen.

Für die Teilnahme sind die Bereitschaft der Führungskräfte zur Mitwirkung und Offenheit für den konstruktiven Austausch zwischen den Häusern entscheidend, heisst es weiter. Die Initiative will dazu beitragen, dass soziale Organisationen Führungspersonen gezielter fördern, langfristig halten und Kündigungen nicht nur reaktiv, sondern vorausblickend adressieren. Indem das Monitoring evidenzbasierte Einsichten liefert, soll es die Personalentwicklung auf eine verlässlichere Grundlage stellen – mit Nutzen für Trägerschaften, Mitarbeitende sowie letztlich für die Qualität der sozialen Angebote, so die Mitteilung.