Die Diakonie Bethanien hat ihre Organisationsform neu ausgerichtet und tritt künftig als Stiftung auf. Mit dem Wechsel vom Verein zur Stiftung beginne ein neues Kapitel in der mehr als 115-jährigen Geschichte der Organisation, heisst es in einer Mitteilung. Ziel der neuen Rechtsform sei es, eine langfristig tragfähige Grundlage für die Fortführung und Weiterentwicklung der diakonischen Arbeit zu schaffen.
Die heutige Stiftung geht auf die 1911 gegründete Diakonie Bethanien zurück. Gegründet von Diakonissen, habe sich die Organisation über die Jahrzehnte zu einem vielfältigen Werk mit unterschiedlichen Einrichtungen und Angeboten entwickelt. Gemeinsamer Kern sei bis heute die Begleitung von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen sowie das Schaffen von Räumen für Begegnung, Ankommen und Neuanfänge, so die Mitteilung.
Der Schritt zur Stiftung sei aus dem Wunsch entstanden, die Verantwortung für die Zukunft breiter abzustützen und das Werk langfristig zu sichern. In den vergangenen Jahren sei geprüft worden, welche Rechtsform die notwendige Stabilität für die kommenden Jahrzehnte bieten könne. Zehn Jahre nach dem Bezug des neuen Hauptsitzes in Zürich-Altstetten markiere die Stiftungsgründung nun einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Organisation. Gemäss Mitteilung stärke die neue Struktur den bisherigen Auftrag und eröffne gleichzeitig Spielraum für künftige Entwicklungen.
Bei der Gründung der Stiftung Ende 2025 hätten die Schwestern der Diakoniegemeinschaft den Übergang mit den Worten begleitet: «Die Verantwortung ist gross geworden. Es ist gut, wenn sie in Zukunft auf anderen Schultern getragen wird. Wir sind tief dankbar für die gelebten und erfüllten Jahre. Nun beginnt eine neue Ära.»
Für Mitarbeitende sowie Nutzerinnen und Nutzer der Angebote ändere sich im Alltag nichts, betont die Organisation. Betriebe, Angebote, Ansprechpersonen und Abläufe blieben unverändert bestehen. Auch die bestehenden Arbeitsverträge würden ohne Änderungen übernommen.
Andreas Winkler, Direktor der Stiftung Diakonie Bethanien, sieht im Wechsel eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung. «Der Start als Stiftung ist ein wichtiger Moment, um die Diakonie Bethanien gemeinsam mit dem Stiftungsrat strategisch weiter auszurichten. Wir bauen dabei auf einer starken Geschichte, gewachsenen Betrieben und viel Erfahrung auf. Nun geht es darum, diese Grundlage zu nutzen und die nächsten Schritte mit Klarheit und Weitblick zu gestalten», wird er in der Mitteilung zitiert.
Die operative Führung der Stiftung liegt weiterhin bei Direktion und Geschäftsleitung, während der Stiftungsrat die strategische Verantwortung übernimmt. Zur Stiftung Diakonie Bethanien gehören nach eigenen Angaben zwei Alters- und Pflegeheime, fünf Kindertagesstätten, zwei Kind-Eltern-Institutionen, die sozialtherapeutische Wohninstitution TheWo Bethanien sowie das Placid Hotel Zurich mit dem Quartierrestaurant Buckhuser. Insgesamt beschäftigt die Organisation rund 400 Mitarbeitende.
Bild: Stiftungsgründung mit Mitgliedern des Stiftungsrates, Direktor und anwesenden Diakonissen.
