EKS: Solidarität, die trägt: In Gedanken und Gebeten bei den Betroffenen von Crans-Montana

5. Jan. 2026

Die Erklärung der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS im Wortlaut: Die Nachricht von der Tragödie in Crans-Montana hat uns in der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz tief erschüttert. Viele auch sehr junge Menschen sind in der Silvesternacht verletzt worden, viele haben ihr Leben verloren. Viele bangen um ihr Leben. Für Angehörige und Freundeskreise hat das neue Jahr mit […]

Die Erklärung der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS im Wortlaut:

Die Nachricht von der Tragödie in Crans-Montana hat uns in der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz tief erschüttert. Viele auch sehr junge Menschen sind in der Silvesternacht verletzt worden, viele haben ihr Leben verloren. Viele bangen um ihr Leben. Für Angehörige und Freundeskreise hat das neue Jahr mit einem Schmerz begonnen, der nicht in Worte zu fassen ist.

In solchen Stunden bleibt nichts selbstverständlich. Was aber bleibt, ist die Verbundenheit: dass wir einander nicht allein lassen – weder die Trauernden noch die Verletzten, weder die Einsatzkräfte noch alle, die jetzt seelsorglich begleiten, zuhören, beten, organisieren, tragen.

Diese Verbundenheit kommt nicht nur aus der Schweiz. In den letzten Tagen haben uns bewegende Zeichen ökumenischer und internationaler Solidarität erreicht. Der Ökumenische Rat der Kirchen erinnert in seinem Kondolenzschreiben an das Wort aus Psalm 34: «Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.» Und er spricht den Kirchen in der Schweiz zu: Ihr seid nicht allein – Menschen weltweit trauern mit euch und stehen euch im Gebet zur Seite.

Auch aus Deutschland hat uns ein persönlicher Gruss erreicht: Präses Dr. Thorsten Latzel von der Evangelischen Kirche im Rheinland drückt tief empfundene Anteilnahme aus – «in Gedanken und Gebeten bei Euch» – und verbindet damit den Wunsch, dass Gott die Trauernden tröste und alle stärke, die jetzt helfen: Rettungskräfte, medizinisches Personal, Seelsorgende und alle, die in diesen Tagen an ihre Grenzen gehen.

Und aus dem Kreis der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen in Europa schreiben uns Philip Peacock (Generalsekretär) und Martina Wasserlos (Präsidentin WGRK Europa), in grosser Betroffenheit: «Mit unseren Gebeten sind wir mit Euch.»

Der Rat EKS ist dankbar für diese Zeichen. Wenn Leid alles zu zerreissen droht, dann ist Solidarität kein grosses Wort, sondern gelebte Nähe: ein Anruf, ein Brief, eine Kerze, ein stilles Gebet. Und auch die Bereitschaft, praktisch zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Freundeskreisen der Verstorbenen, bei den Verletzten und allen, die jetzt um ihre Genesung ringen. Ich bete für die Einsatzkräfte und alle Fachpersonen, die unter grossem Druck handeln müssen. Und ich denke an die seelsorgliche Begleitung vor Ort: an Pfarrpersonen, Diakoninnen und Diakone, Freiwillige und alle, die da sind, wenn Worte fehlen, und die Trauer aushalten, ohne sie zu vertrösten.

Mögen wir als Kirchen in der Schweiz und über die Landesgrenzen hinaus weiter zusammenstehen – im Gebet, in der Seelsorge, in der konkreten Unterstützung. Und mögen wir in dieser Dunkelheit Spuren von Hoffnung entdecken: in der Liebe, die trägt, und in Gott, der den Zerbrochenen nahe ist.

Am 9. Januar 2026 findet in Crans-Montana eine zentrale Gedenkfeier statt.