Geburtenrückgang in der Schweiz setzt sich fort

22. Juni 2026

Die Zahl der Geburten ist 2025 erneut leicht gesunken. Gleichzeitig blieben die Todesfälle stabil, während auch Eheschliessungen und Scheidungen zurückgingen.

Die Zahl der Geburten in der Schweiz ist 2025 das vierte Jahr in Folge zurückgegangen. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 78 200 Lebendgeburten registriert. Das entspricht einem Rückgang von 0,1 Prozent gegenüber 2024. Die Entwicklung fiel damit deutlich weniger stark aus als in den beiden Vorjahren. Gleichzeitig blieb die Zahl der Todesfälle mit 71 900 nahezu unverändert. Der Geburtenüberschuss – also die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen – lag bei rund 6300 Personen und blieb damit zwar positiv, setzt jedoch den seit Jahren beobachteten Abwärtstrend fort.

Gemäss Mitteilung bestätigt die definitive Statistik zur natürlichen Bevölkerungsbewegung die bereits im Frühjahr veröffentlichten provisorischen Zahlen. Während die Geburtenzahlen leicht rückläufig waren, gingen auch Eheschliessungen und Scheidungen weiter zurück. Der Geburtenüberschuss erreichte bereits 2016 mit 22 900 Personen seinen Höchststand der vergangenen 25 Jahre und nimmt seither kontinuierlich ab.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei der Geburtenhäufigkeit. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau lag 2025 in der Schweiz bei 1,28 und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 1,29. Das BFS verweist darauf, dass ähnliche Entwicklungen auch in zahlreichen europäischen Ländern zu beobachten sind. Die Geburtenziffer liege damit weiterhin deutlich unter jener Schwelle von 2,1 Kindern pro Frau, die langfristig für den Ersatz der Elterngeneration erforderlich wäre.

Auffällig ist zudem eine Verschiebung beim Alter der Mütter. Während die Zahl der Geburten bei Frauen unter 35 Jahren zurückging, nahm sie bei Frauen ab 35 Jahren zu. Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt stieg dadurch auf 32,5 Jahre.

Die Zahl der Todesfälle blieb mit 71 900 nahezu stabil. Wie bereits in den Vorjahren ereignete sich der überwiegende Teil der Todesfälle im höheren Lebensalter. Fast zwei Drittel der Verstorbenen waren mindestens 80 Jahre alt. Zudem starben im vergangenen Jahr rund 1300 Menschen im Alter von 100 Jahren oder älter.

Auch bei den Zivilstandsereignissen setzte sich ein rückläufiger Trend fort. Insgesamt wurden 35 900 Ehen geschlossen, was einem Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig wurden 15 800 Scheidungen ausgesprochen, 2,2 Prozent weniger als 2024. Das BFS geht davon aus, dass bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung langfristig rund zwei von fünf Ehen geschieden werden könnten.

Leicht angestiegen ist dagegen die Zahl der Änderungen des Geschlechtseintrags im Personenstandsregister. Im Jahr 2025 wurden 600 entsprechende Änderungen registriert, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Am häufigsten nutzten junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren diese Möglichkeit.