Gleichstellung im Arbeitsmarkt: leichte Fortschritte bei Führungspositionen

5. März 2026

Neue Daten des Bundesamts für Statistik zeigen Fortschritte bei der Gleichstellung in der Arbeitswelt – zugleich bleiben Unterschiede bei Teilzeit und Beschäftigungsumfang deutlich.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt der Schweiz entwickelt sich weiter, wenn auch in unterschiedlichen Tempi. Neue statistische Auswertungen des Bundesamts für Statistik zeigen, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen leicht gestiegen ist. Gleichzeitig prägen Teilzeitmodelle weiterhin die Erwerbstätigkeit vieler Frauen.

Gemäss den aktualisierten Gleichstellungsindikatoren lag der Anteil von Frauen unter den Arbeitnehmenden in Unternehmensleitungen oder mit Vorgesetztenfunktion im Jahr 2025 bei 37,7 Prozent. Damit setzt sich ein moderater Anstieg fort: 2022 hatte dieser Anteil noch bei 35,9 Prozent gelegen. In den Jahren dazwischen wurden Werte von 37,0 Prozent im Jahr 2023 und 37,4 Prozent im Jahr 2024 registriert, so die Veröffentlichung.

Die Zahlen zeigen jedoch auch weiterhin deutliche Unterschiede im Beschäftigungsumfang. Während Teilzeitarbeit bei Frauen seit Jahren verbreitet ist, steigt ihr Anteil inzwischen auch bei Männern. Jeder fünfte erwerbstätige Mann arbeitet inzwischen Teilzeit. Zwischen 2021 und 2025 erhöhte sich dieser Anteil von 18,2 auf 20,9 Prozent. Bei Frauen lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten sowohl 2021 als auch 2025 unverändert bei 58,6 Prozent, so die statistische Auswertung.

Ein weiterer Befund betrifft die sogenannte Unterbeschäftigung. Viele Frauen, die derzeit nicht im gewünschten Umfang arbeiten, würden ihr Pensum gerne erhöhen. Im Jahr 2025 wünschten sich laut Statistik fast die Hälfte der unterbeschäftigten Frauen – konkret 47,5 Prozent – eine Vollzeitstelle. Ein Jahr zuvor hatte dieser Anteil noch bei 44,1 Prozent gelegen.

Die Daten sind Teil der regelmässig aktualisierten Gleichstellungsindikatoren zur Erwerbstätigkeit. Sie sollen Entwicklungen im Arbeitsmarkt sichtbar machen und zeigen, in welchen Bereichen Fortschritte erzielt werden und wo weiterhin Unterschiede zwischen Frauen und Männern bestehen.