Kirchlicher Umweltpreis in Österreich prämiert Projekte zu Mobilität und Biodiversität

20. Jan. 2026

In St. Pölten vergab Österreichs kirchlicher Umweltpreis 2025 zwölf Hauptpreise und 25 Anerkennungen an ökologische Projekte aus Pfarren und Ordenseinrichtungen.

Der kirchliche Umweltpreis 2025 ist in Österreich am 16. Januar in St. Pölten vergeben worden. Zu den ersten Gratulantinnen und Gratulanten gehörten die evangelisch-lutherische Bischöfin Cornelia Richter und der römisch-katholische Bischof Alois Schwarz. Laut Mitteilung gingen zwölf Hauptpreise an evangelische und römisch-katholische Pfarren sowie an Ordenseinrichtungen; dazu kamen 25 Anerkennungspreise. Mit 37 Einreichungen sei der Wettbewerb gegenüber 2023 nahezu verdreifacht worden, sagte Markus Gerhartinger, Sprecher der kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs. Vergeben wurde der Preis in den Kategorien Mobilität und Biodiversität. Schwarz sprach bei der Verleihung von einem „Zeichen der Hoffnung“. Richter betonte: „Was immer wir regional tun, strahlt aus in globale Verantwortung, Generationengerechtigkeit, Fairness“ und verwies auf die Verantwortung für kommende Generationen.

In der Kategorie Mobilität erhielt die evangelische Pfarrgemeinde Mödling einen Hauptpreis, weil sie „E-Mobilität zum Leben erweckt hat“, wie Dietmar Kanatschnig betonte. Eine PV-Anlage mit intelligenter Ladesäule für ein elektrisches Dienstfahrzeug und ein E-Bike für regionale Wege sollen helfen, „von fossilen Ressourcen unabhängig zu werden“. Weitere Hauptpreise gingen unter anderem an das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt und das Ordensklinikum Linz.

In der Kategorie Biodiversität wurden unter anderem Blühwiesen und Saatgutbibliotheken ausgezeichnet. Hauptpreise gingen etwa an die Gemeinschaft Ancillae Domini für Blühwiesen rund um den Kloster-Vierkanthof, an das Katholische Bildungswerk Tirol und das Freiwilligenzentrum Innsbruck-Land sowie an die römisch-katholische Pfarre Dechantskirchen. Unter den Anerkennungspreisen finden sich auch evangelische Projekte: Im Martin-Luther-Park im Gemeindeverband Leibnitz–Radkersburg wurde eine Parkfläche renaturiert, und in Salzburg-Christuskirche entstand eine Bienenwiese, die laut Meldung nicht nur einen „schönen Anblick“ biete. In Wien wurde zudem eine Biodiversitäts-Hecke angelegt; eine Website und Infotafeln informieren über „Natur und Kirche“. Die ausgezeichneten Projekte sind in einer Broschüre dokumentiert. Das Preisgeld beträgt insgesamt 13.000 Euro. Vergeben wird der Preis von katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten gemeinsam mit Ordensgemeinschaften und einer Fachstelle der Katholischen Kirche in Österreich. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Jesús Carbo-Fuster (Violoncello) und Martina Bender (Klavier).

Foto: epd/T. Dasek

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