Die reformierten Landeskirchen der sechs Zentralschweizer Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug bündeln ihre Kräfte, um kirchliche Berufe sichtbarer zu machen und Interessierte gezielter anzusprechen. Für dieses Vorhaben wurde eine gemeinsame Projektstelle geschaffen. Ziel sei es, die Ausbildungspfade, Tätigkeitsfelder und Perspektiven in der reformierten Kirche der Schweiz klarer zu vermitteln und die Verantwortlichen in Kirchgemeinden und Bezirken besser zu vernetzen. Dies geht aus einer Veröffentlichung der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche des Kantons Schwyz hervor.
Zum Projektstart nimmt Stelleninhaber Matthias Ammann eine Bestandsaufnahme vor und vergleicht Ist- und Soll-Situation der Ausbildungsplätze. Parallel sucht er den Austausch mit Verantwortlichen im Bereich Ausbildung in den Kirchgemeinden und Bezirken. Die Zentralschweizer Reformierten nennen als Zeithorizont die Jahre 2025 bis 2027. Ein zentraler Baustein ist gemäss Mitteilung eine digitale Plattform, welche Berufe und Ausbildungswege erlebbar machen soll. Die Landeskirchen und Kirchgemeinden sollen dort Einblicke ermöglichen, etwa indem Interessierte Pfarrerinnen oder Pfarrer in Teilbereichen begleiten können—von der Vorbereitung einer Taufe oder Trauung über Abdankungen bis hin zu Gottesdiensten, Besuchen im Alterszentrum oder einem Seelsorgegespräch.
«Wichtig für die Reformierten Landeskirchen ist die Präsenz da, wo sich Interessierte aufhalten. Zudem ist es von Bedeutung, Jugendliche und Erwachsene laufend auf die besagten Berufe und die kirchlichen Leistungen aufmerksam zu machen», heisst es. Das Vorhaben ziele darauf, nicht nur Informationsangebote zu schaffen, sondern deren Reichweite und Wirkung fortlaufend zu prüfen. Für die reformierten Landeskirchen der Zentralschweiz verbindet das Projekt damit strategische Nachwuchsarbeit mit konkreten Erlebnismöglichkeiten, um junge Menschen und berufserfahrene Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger gleichermassen anzusprechen.
