OECD: Schweiz hat widerstandsfähig auf Corona reagiert

21. Jan 2022

In ihrem jüngsten Bericht zur Wirtschaftspolitik der Schweiz würdigt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) den Umgang der Schweiz mit der Corona-Pandemie, so das SECO. Die Schweizer Volkswirtschaft und der Arbeitsmarkt seien in der Krise bisher widerstandsfähig gewesen, schreibt die OECD.

Der wirtschaftspolitische Länderbericht 2022 stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis bei der Pandemiebewältigung aus und betont die Resilienz der Schweizer Volkswirtschaft während der Krise, so das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in einer Medienmitteilung. Die Schweiz profitierte gemäss OECD von guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, international wettbewerbsfähigen Branchen und Unternehmen sowie einer relativ geringen wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Tourismus- und Unterhaltungssektor.

Gleichzeitig hätten die grosszügigen staatlichen Unterstützungsmassnahmen sowie die im internationalen Vergleich wenig restriktiven gesundheitspolitischen Einschränkungen geholfen, durch die Krise zu kommen. Der Bericht der OECD lobt auch die trotz Pandemie solide Verfassung der öffentlichen Finanzen sowie die relativ geringe öffentliche Verschuldung.

Bei einer insgesamt soliden wirtschaftlichen Entwicklung gibt es gemäss der OECD-Analyse jedoch starke Unterschiede zwischen verschiedenen Sektoren und Unternehmen. In Bezug auf die wirtschaftliche Erholung bestehe die Herausforderung aktuell darin, von der Krise stark betroffene Sektoren und vulnerable Personengruppen weiterhin zu unterstützen, ohne dabei die Anpassung an strukturelle Nachfrageänderungen zu verzögern.

Der jüngste OECD-Bericht legt einen Schwerpunkt auf die Analyse des Arbeitsmarktes. Er lobt den gut funktionierenden Arbeitsmarkt in der Schweiz mit hoher Erwerbsbeteiligung, niedriger Arbeitslosigkeit, hochqualifizierten Arbeitskräften und gut bezahlten Arbeitsplätzen.

Der Arbeitsmarkt habe sich während der COVID-19-Krise als widerstandsfähig erwiesen, auch dank der vorübergehend ausgebauten Massnahmen zum Schutz von Beschäftigungsverhältnissen und zur Stützung der Erwerbseinkommen.

Gemäss der OECD würde ein noch integrativerer Arbeitsmarkt den wirtschaftlichen Aufschwung unterstützen und die Produktivität steigern. Insbesondere Frauen und ältere Arbeitnehmende sollten noch besser in den Arbeitsmarkt eingebunden werden. Konkret empfiehlt die OECD der Schweiz unter anderem, das ordentliche Rentenalter der steigenden Lebenserwartung anzupassen, die Erwerbsanreize im Steuersystem zu stärken und den Zugang zu familienexterner Kinderbetreuung zu verbessern.