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Thurgau: Grosse Nachfrage an kirchlicher Beratung für Arbeitslose

Mai 31, 2021 | Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung, Archiv

Die Zahl der Ratsuchenden ist nicht grösser geworden, aber die Anzahl der Gespräche hat zugenommen, so die kirchliche Beratungsstelle für Arbeitslose der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau.

Nach Ausbruch der Pandemie seien die Arbeitslosenzahlen dank der Möglichkeit von Kurzarbeit nicht in die Höhe geschnellt, das Klima habe sich aber deutlich verändert, so die Landeskirche in einer Medienmitteilung.

Die Zahl der Ratssuchenden sei kaum grösser geworden, wird Stelleninhaber René Büchi zitiert. Die Anzahl der Gespräche habe jedoch zugenommen. So hätten 146 Menschen wegen Erwerbslosigkeit oder Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ihrem Arbeitsverhältnis die Beratungsstelle aufgesucht.

Dabei hätten die Beratungsgespräche um ein Drittel von 317 auf 427 zugenommen. Themen seien dabei nicht nur Stellensuche gewesen, sondern auch Probleme im privaten Umfeld, die sich wegen des Lockdowns noch verschärft hätten.

Die von der Evangelischen Landeskirche getragene Beratungsstelle in Weinfelden begleitet nach eigenen Angaben die Hilfesuchenden unabhängig von Herkunft, Konfession und Religion. Sie ist eingebunden in ein Netzwerk von Fachstellen und untersteht der Schweigepflicht. Die kostenlose Beratung schliesst neben der fachlichen Begleitung auch die Möglichkeit der persönlichen Seelsorge ein, sofern Ratsuchende das wünschen. Die kirchliche Beratungsstelle sieht sich dem diakonischen Anliegen -dem Dienst am Mitmenschen- verpflichtet.