Der Vortragszyklus findet am 2., 9., 16., 23. und 30. September 2026 jeweils um 19 Uhr im Alterszentrum Hottingen an der Freiestrasse 71 in Zürich statt. Er richtet sich an Menschen ohne spezielles Vorwissen, die sich frühzeitig mit Fragen rund um Sterben, Behandlung und persönliche Wünsche auseinandersetzen möchten.
Im Zentrum stehen Entscheidungen, die Betroffene und Angehörige am Lebensende treffen können. Thematisiert wird auch, wie Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten über Behandlungen, deren Begrenzung oder einen Verzicht darauf geführt werden können.
Der erste Abend vom 2. September trägt den Titel «Selbstbestimmtes Sterben als neues Paradigma»; Referent ist Roland Kunz. Am 9. September spricht Fabienne Walder über den freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit, auch Sterbefasten genannt. Am 16. September behandelt Paul-David Borter das Thema assistierter Suizid.
Am 23. September erläutert Sabine Millius das Sterben in palliativer Begleitung. Palliative Care bedeutet eine Betreuung, die bei einer unheilbaren oder fortschreitenden Krankheit Beschwerden lindern und die Lebensqualität möglichst erhalten soll. Den Abschluss bildet am 30. September ein Vortrag von Heinz Rüegger mit dem Titel «Sterben ist gesund! – Zur Entpathologisierung des Sterbens».
Weitere Themen des Zyklus sind Patientenverfügungen und die Frage, wie persönliche Werte, Überzeugungen und Glaubensvorstellungen in Entscheidungen am Lebensende einfliessen können. Nach Darstellung der Veranstaltenden sind Betroffene und Angehörige in solchen Situationen häufig schlecht informiert und überfordert. Der Zyklus soll dafür verständliche und praxisnahe Orientierung bieten.
Veranstaltet wird die Reihe vom Institut Neumünster und der Beratungsstelle Endegut, Vorsorge für das Lebensende. palliative zh+sh und Pro Senectute Kanton Zürich wirken als Co-Veranstalter und Mitunterstützer mit. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich; am Ausgang wird eine Kollekte erhoben.
