Zukunftstage Diakonie setzen Impulse für Beziehungen, Demenz und Gerechtigkeit

25. März 2026

Eine Veranstaltungsreihe in Bern beleuchtet zentrale Herausforderungen diakonischer Arbeit und lädt zur Vernetzung sowie fachlichen Vertiefung ein.

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn lancieren mit den «Zukunftstagen Diakonie» eine dreiteilige Veranstaltungsreihe, die aktuelle Herausforderungen und Perspektiven diakonischer Arbeit in den Fokus rückt. An drei halbtägigen Anlässen in den Jahren 2026 und 2027 stehen die Themen Beziehungen, Demenz und Gerechtigkeit im Zentrum. Ziel sei es, «Raum für Inspiration, Mitdenken und Vernetzung» zu schaffen und grundlegende Fragen nach der Zukunft der Diakonie gemeinsam zu reflektieren, so die Mitteilung.

Den Auftakt bildet am 6. Mai 2026 in Bern der erste Zukunftstag zum Thema Beziehungen. Dabei wird die grundlegende Bedeutung von Beziehungsgestaltung für Kirche und Diakonie hervorgehoben. «Kirche ist immer Beziehungsarbeit», heisst es programmatisch, womit die Vielschichtigkeit von Beziehungen zwischen Menschen, Institutionen sowie zwischen Gott und Mensch angesprochen wird. Angesichts von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und gesellschaftlichem Wandel stellten sich neue Fragen, die in Referaten und interaktiven Formaten vertieft werden sollen.

Ein zweiter Zukunftstag widmet sich im Januar 2027 dem Thema Demenz. Unter dem Leitgedanken «Demenz hat Zukunft» rückt die zunehmende gesellschaftliche Relevanz dieser Erkrankung in den Mittelpunkt. Die Veranstaltenden verweisen auf steigende Fallzahlen, belastete Familiensysteme sowie Ängste und Tabuisierung im Umgang mit Betroffenen. Gleichzeitig wird betont, dass diakonisches Handeln insbesondere den «solidarischen Dienst an allen Menschen, besonders aber an den Bedrängten, Benachteiligten und Notleidenden» einschliesse. Neben fachlichen Inputs sollen auch konkrete Wege aufgezeigt werden, wie Menschen mit Demenz aktiv am Leben teilhaben können.

Der dritte Zukunftstag im Oktober 2027 stellt die Frage nach sozialer Gerechtigkeit ins Zentrum. «Wahre diakonische Tat ist Dienst an der Gerechtigkeit», lautet das Leitmotiv. Thematisiert werden unter anderem Armut, Wohnungsnot und Diskriminierung sowie deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Teilhabe. Die Veranstaltungsreihe nimmt damit auch sozialpolitische Dimensionen in den Blick und fragt danach, wie diakonische Arbeit zur Überwindung von Ungleichheit beitragen kann.

Die drei Veranstaltungen sind als zusammenhängende Reihe konzipiert, können jedoch auch einzeln besucht werden. Sie richten sich an Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone, Pfarrpersonen, Behördenmitglieder sowie weitere Interessierte. Neben fachlicher Weiterbildung sollen insbesondere Austausch und Vernetzung gestärkt werden. Die Organisatorinnen und Organisatoren verstehen die Zukunftstage als Beitrag dazu, «damit Diakonie heute und in Zukunft kraftvoll und freudvoll gelebt werden kann».