BLV, SGE und Gesundheitsförderung Schweiz lancieren neues Tellermodell

21. Okt. 2025

Einfach, alltagstauglich, evidenzbasiert: Der «ausgewogene Teller» zeigt, wie Hauptmahlzeiten in der Schweiz gesund zusammengestellt werden.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) und Gesundheitsförderung Schweiz das Tellermodell überarbeitet und als «ausgewogener Teller» neu veröffentlicht. Das Modell basiert auf den 2024 aktualisierten Schweizer Ernährungsempfehlungen und soll Konsumentinnen und Konsumenten eine leicht verständliche Orientierung für Frühstück, Mittag- und Abendessen geben. «Eine gesunde und ausgewogene Ernährung muss nicht kompliziert sein», so die Mitteilung. Im Zentrum stehen angemessene Portionen und eine vielfältige Lebensmittelauswahl; auf Seite 1 der Unterlagen veranschaulichen Abbildungen eine Fleisch- und eine Vegi-Variante des Tellers. Gemäss Mitteilung verdeutlicht die Darstellung, wie mit Gemüse, Stärkebeilagen und proteinreichen Komponenten eine vollständige Mahlzeit entsteht. «Der «ausgewogene Teller» veranschaulicht, wie eine gesunde Hauptmahlzeit zusammengestellt wird – egal ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen», heisst es.

Kern des Modells ist eine einfache Mengenformel: «Als Faustregel für das optimale Mengenverhältnis gilt die einfache Formel: 2/5 Gemüse und Früchte, 2/5 Kohlenhydrate, 1/5 Proteine.» Die Behörden empfehlen, Gemüse nicht als Dekoration zu betrachten, sondern grosszügig zu geniessen – roh oder gekocht, als Beilage oder Hauptgericht. Ergänzt werden kann die Gemüseportion durch Früchte, etwa beim Frühstück. Bei Kohlenhydraten wird zur Abwechslung zwischen Kartoffeln sowie Getreideprodukten geraten, bevorzugt in Vollkornvarianten. Den Proteinanteil decken Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Tofu, Eier, Fleisch oder Fisch; im Alltag bedeutet dies laut Mitteilung oft zweimal täglich ein Milchprodukt und einmal täglich eine andere Proteinquelle. Zu jeder Mahlzeit gehören zudem ungezuckerte Getränke wie Hahnenwasser, Mineralwasser oder ungesüsster Kräuter- und Früchtetee.

Ein weiteres Leitmotiv ist die Vielfalt der Zutaten: «Je bunter und saisonaler der Teller, desto gesünder und nachhaltiger ist die Hauptmahlzeit.» Die Partnerorganisationen liefern dafür Rezeptbeispiele für unterschiedliche Ernährungsweisen und Lebensstile. Damit erfülle das BLV seinen Auftrag, die Gesundheit in der Bevölkerung aktiv zu fördern. Um die Empfehlungen breit bekannt zu machen, setzt der Bund in den kommenden drei Wochen digitale Informationsmassnahmen um. Die Kooperationspartnerinnen und -partner – BLV, SGE und Gesundheitsförderung Schweiz – präsentieren den «ausgewogenen Teller» als zweite zentrale Visualisierung neben der bereits überarbeiteten Lebensmittelpyramide und richten sich damit an Fachpersonen ebenso wie an Haushalte und Betriebe in der ganzen Schweiz. Ziel sei eine praxistaugliche Orientierung, die in Kantinen, Schulküchen, Spitälern und zuhause gleichermassen funktioniert und den Alltag von Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberatern sowie von Lehrerinnen und Lehrern unterstützt.

Bild: blv.admin.ch, sge-ssn.ch, gesundheitsfoerderung.ch / 2025