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Wenn Gesundheit mehr ist als nicht krank sein

Kinder und Jugendliche in der Schweiz wachsen mehrheitlich gesund auf. Das ist die beruhigende Nachricht des neuen Monitorings KidsHealthCH. Doch dieselben Daten erzählen auch von einem Alltag, in dem psychische Belastungen, Schlafprobleme, Mobbing, digitale Überforderung und soziale Risiken sichtbarer werden. Der Bericht des Bundesamts für Gesundheit liest sich deshalb wie eine Bestandsaufnahme der Gegenwart: viel Stabilität, viele Fortschritte, aber auch Warnzeichen, die nicht mehr als Randnotiz behandelt werden können.

Die leise Schule der Abwertung

Die leise Schule der Abwertung

UN Women beobachtet mit Sorge die Ausbreitung der sogenannten Manosphere: eines digitalen Milieus, das Unsicherheiten junger Männer aufgreift und häufig in Frauenfeindlichkeit umdeutet. Die Forschung zeigt, dass daraus nicht nur ein Problem des Internets entsteht, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung für Bildung, Beziehungen und Zusammenhalt.

Wo Türen offen stehen

Wo Türen offen stehen

Glaubwürdig – ein neues Podcast-Projekt von ERF Medien Schweiz, gemeinsam mit der HF TDS Aarau: Mitten im Kreis 4 von Zürich liegt die Streetchurch, und wer von der Straße aus eintritt, lässt nicht einfach nur den Verkehr hinter sich. Er tritt in einen anderen Takt ein. Draußen drängt die Stadt, drinnen beginnt ein Raum, der weder geschniegelt noch feierlich auf Distanz wirkt. Eher so, als hätte jemand in einem urbanen Gedränge einen Ort freigehalten, an dem kein Mensch zuerst erklären muss, warum er gerade nicht weiterweiß. Noch bevor irgendein Konzept sichtbar wird, ist da eine einfache Botschaft: Du bist hier nicht fehl am Platz.

Bildungsbericht Schweiz 2026: Stabil leistungsfähig, sozial verletzlich

Bildungsbericht Schweiz 2026: Stabil leistungsfähig, sozial verletzlich

Dass der Bildungsbericht alle vier Jahre erscheint, macht ihn zu einem Instrument der langen Linien. Veränderungen werden nicht als Momentaufnahmen, sondern als Trendlesart sichtbar. Gleichzeitig erhöht genau dieser Rhythmus den Druck: Wer heute erkennt, wo sich Risiken verfestigen, hat bis zur nächsten Ausgabe – laut EDK im Jahr 2030 – eine überschaubare Zeit, um Ursachen zu adressieren, statt Symptome zu kurieren.

Kleider, die weiterziehen dürfen

Kleider, die weiterziehen dürfen

Ein Kleiderschrank, der kaum noch schliesst, ist der Anfang dieser Geschichte. Aus einem privaten Moment des Aussortierens wird eine Bewegung: weg vom Zuviel, hin zu einem Ort, an dem Dinge einen zweiten Umlauf bekommen – und Menschen einander begegnen. In Birr im Aargau führt der Weg hinunter in ein Untergeschoss, das hell wirkt, geordnet, überraschend weit. Dort liegt der Sinn nicht in der Ware allein. Er liegt im Dazwischen: in einer Bezugskarte, die auf Vertrauen basiert, in Preisen, die Entlastung bringen, in Kaffee, der Gespräche öffnet, und in Freiwilligenarbeit, die nicht nur gibt, sondern auch zurückgibt.
Die Geschichte ist als Podcast in der Reihe „glaubwürdig“ zu hören. Ein Podcast von ERF Medien Schweiz in Zusammenarbeit mit der HF TDS Aarau, der Höheren Fachschule für Theologie, Diakonie, Soziales.

Familienfreundlichkeit in Stellenanzeigen – Anspruch und Wirklichkeit

Familienfreundlichkeit in Stellenanzeigen – Anspruch und Wirklichkeit

Die Wirtschaft klagt über Fachkräftemangel und wirbt mit Vereinbarkeit von Beruf und Familie – zumindest auf dem Papier. Doch spiegelt sich das Versprechen familienfreundlicher Arbeitsbedingungen tatsächlich in den Jobanzeigen wider? Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zeichnet ein ernüchterndes Bild.

Lohnschere bleibt – Zwischenbilanz deckt Schwächen auf

Lohnschere bleibt – Zwischenbilanz deckt Schwächen auf

Trotz gesetzlicher Pflicht zur Lohngleichheitsanalyse bestehen in der Schweiz weiterhin grosse Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Eine Zwischenbilanz deckt Mängel auf, während schärfere Gesetze gefordert werden.

«Wir haben mehr erwartet» – Palliative Care in der Schweiz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

«Wir haben mehr erwartet» – Palliative Care in der Schweiz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Es ist eine ernüchterte Allianz, die sich am 25. Juni 2025 in Bern zu Wort meldet. «Wir haben mehr erwartet», heisst es gleich in der Überschrift ihrer Medienmitteilung. Gemeint ist der Bericht des Bundesrates zur Motion 20.4264 «Für eine angemessene Finanzierung der Palliative Care» – ein Dokument, das die Erwartungen vieler Expertinnen und Experten im Bereich der Palliativversorgung offenbar nicht erfüllt hat. Die Allianz «Für eine angemessene Finanzierung der Palliative Care», ein Zusammenschluss namhafter Organisationen von Spitälern, Pflegeeinrichtungen, Patientenorganisationen und Fachverbänden, spricht dem Bericht zwar die Anerkennung eines Handlungsbedarfs zu, kritisiert jedoch dessen «mutlose» Haltung.

Digitale Teilhabe älterer Menschen: Fortschritt, Vielfalt und neue Verantwortung

Digitale Teilhabe älterer Menschen: Fortschritt, Vielfalt und neue Verantwortung

Noch vor fünfzehn Jahren galt die Generation 65+ als digitales Schlusslicht. Heute sind neun von zehn Seniorinnen und Senioren in der Schweiz online – ein tiefgreifender Wandel mit weitreichenden Folgen für Gesellschaft, Sozialpolitik und die digitale Infrastruktur. Doch trotz grosser Fortschritte zeigt sich: Digitale Teilhabe ist mehr als nur Netzanschluss. Es geht um Kompetenzen, Teilhabechancen und den Zugang zu einer zunehmend digitalisierten Welt. Die neue Studie Digital Seniors 2025 von Pro Senectute wirft ein Licht auf den Stand der Dinge – und auf das, was bleibt: digitale Ungleichheiten, neue Bildungsaufgaben und die Notwendigkeit individueller Unterstützung.

Stärker unter Druck denn je: Der globale Raum für Zivilgesellschaft schrumpft dramatisch

Stärker unter Druck denn je: Der globale Raum für Zivilgesellschaft schrumpft dramatisch

Der neue «Atlas der Zivilgesellschaft» zeichnet ein düsteres Bild: 85 Prozent der Weltbevölkerung leben in Staaten, in denen freie Meinungsäusserung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit eingeschränkt, unterdrückt oder ganz verunmöglicht sind. Während autoritär-libertäre Regierungen an zentralen Orten ganze Staatsapparate zerlegen, wächst der Druck auf Gerichte, Medien und Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger. Eine Spurensuche von Berlin bis Buenos Aires – und ein Blick darauf, wie sich die Lage in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Frankreich entwickelt.